Langlebigkeit: Worauf basiert die Vorhersage der Lebenserwartung?

September 2019

Immer mehr Züchter achten auf Management-Merkmale. Ursächlich dafür ist deren Einfluss auf die Rentabilität des Betriebs. Das bedeutendste dieser Merkmale ist Langlebigkeit: Wenn ein Tier für alle übrigen Merkmale gut abschneidet, sollte dies auf eine lange Lebenserwartung herauslaufen. Wir beleuchten hier die Datenquellen und die Schätzmodelle, wie weltweit für die Vorhersage der Lebenserwartung genutzt werden.

Mike Lohuis: Das Zehnjahres-Zeugnis für Genomics

September 2019

Auf der Genetics Conference 2019 präsentierte Dr. Mike Lohuis, Vizepräsident Forschung und Innovation bei Semex im kanadischen Guelph, ein Zehnjahres-Zeugnis für Genomics. Lohuis begann seine Karriere Mitte der 80er Jahre als Sire Analyst bei der Besamungsstation Eastern Breeders und ging dann zurück an die University of Guelph, um dort den Doktortitel zu erwerben. Nach fünf Jahren Forschung und Lehre verließ er die Universität und wechselte zu Monsanto, wo die Anwendung der genomischen Selektion in deren Milchvieh- und Schweinezucht-Programmen und später auch in der Pflanzenzucht zu seiner Tätigkeit gehörte. 2017 kehrte er nach Guelph zurück und trat bei Semex seine heutige Position an. Hier ist sein „Zeugnis“ für die ersten zehn Jahre des genomischen Zeitalters.

Längere statt kürzere Zwischenkalbezeiten - Wie ein Zuchtziel in die Diskussion gerät

August 2019

Seit Generationen arbeitet die Rasse daran, die Zwischenkalbezeit zu verkürzen. Je schneller die Kuh wieder tragend wird, umso wirtschaftlicher. In dieser Einschätzung gibt es einen globalen Konsens. Aber ist das Zuchtziel noch praxistauglich? In Zeiten immer höherer Leistungsniveaus? In Zeiten, in denen die risikoreiche Phase der Kalbung als Kerneffekt auf die Wirtschaftlichkeit angesehen wird? In Zeiten, wo Kälber an Wert verlieren und über gesextes Sperma die Remonte gesichert wird? Wir haben einen Züchter gefunden, der das Zuchtziel Zwischenkalbezeit tatsächlich anders definiert. Seine Thesen, die mittlerweile auch von der Wissenschaft gestützt werden, scheinen überzeugend. Ein Treffen mit Gerd Karch in Deutschland.

Töchtergetestete Red Holstein-Bullen: Die wenigen Spitzenreiter maximal nutzen

August 2019

In unserem Artikel „Ursprung und Zukunft der bedeutendsten Red Holstein-Populationen” in der Red-Review-Ausgabe 08/2018 berichteten wir vom Rückgang der Besamungen mit Red Holsteins in den Niederlanden. Der Grund dafür? Eine genauere Analyse, die die niederländische HI-Publikation HI Plus! durchführte, machte das Angebot an töchtergetesteten Red Holstein-Bullen als Verursacher aus. Die niederländischen Red Holstein-Betriebe legen relativ großen Wert auf töchtergetestete Bullen, aber das Angebot an hohen Bullen mit den von den Rotbuntzüchtern gewünschten guten Inhaltsstoffen und robusten Rahmen ist derzeit sehr begrenzt. Wie steht es weltweit um Angebot und Nachfrage für gute töchtergetestete Red Holsteins? HI liefert Antworten.

Intelligente Ställe: Wie sieht die Zukunft aus?

August 2019

Das Thema „intelligente Ställe“ wirft viele Fragen auf. Lohnt sich die Investition bei problematischen Milchpreisen? Wie wirkt sich automatisierte Technologie im Hinblick auf die Mitarbeiter aus? In welche Richtung entwickelt sich der „intelligente“ Markt? In diesem Beitrag befassen wir uns mit einigen schwierigen Fragen.

Natural: Unabhängiger und vielseitiger Lieferant tschechischer Topgenetik

Juli 2019

Seit der letzten April-Zuchtwertschätzung ist Natural stolzer Besitzer der beiden höchsten tschechischen Holsteinbullen: Zetor und Zologram-P. Auch ihr Stallgenosse Attila ist in den Top-5 platziert. In der Liste der töchtergetesteten Bullen ist Natural mit Sunnyday auf Platz 1 und Polledstar-P auf Platz 3 vertreten. Höchste Zeit also für einen Bericht über die private Zuchtorganisation südlich von Prag, die sich Unabhängigkeit und eine enge Zusammenarbeit mit den tschechischen Züchtern auf die Fahnen geschrieben hat.

Weltzuchtwert 2019: Fokus auf Fett, neue Merkmale und zusätzliche Gesamtzuchtwerte

Juli 2019

Seit der letzten Berechnung des von Holstein International seit 1996 regelmäßig veröffentlichten Weltzuchtwertes (2013) sind einige Jahre vergangen. Zeit genug, die nationale Zuchtverbände und Wissenschaft dazu nutzten, veränderte marktwirtschaftliche Bedingungen und neue Erkenntnisse über verschiedene züchterisch relevante Merkmale in neue statistische Modelle zu überführen. Das Ergebnis lässt sich am Weltzuchtwert 2019 mit seinem jetzt deutlich engeren Verhältnis zwischen Fett und Eiweiß sowie diversen neuen Merkmalen ablesen. Aber auch in den nächsten Jahren stehen weitere Veränderungen an. Vor allem rund um ein Merkmal wie Futtereffizienz gibt es umfangreiche Forschungsaktivitäten.

Elektronisches Kuh-Management: Vertrauen Sie den Daten und besamen Sie die Kuh, die das System empfiehlt. Es funktioniert!

Juni 2019

Angesichts zunehmender Herdengrößen und Mechanisierung der Nutztierhaltungssysteme wird die Zeit, die man bei jeder einzelnen Kuh für die Brunstbeobachtung aufwenden kann, immer knapper. Neben der Fütterung auf Spitzenniveau und der Nutzung von Elite-Genetik ist das nächste wichtige Glied in der Kette des erfolgreichen Betriebsmanagements, dass die Kühe sich regelmäßig reproduzieren. Aktivitätsmessung wird als Hilfsmittel für erfolgreiche Reproduktionsprogramme zunehmend beliebter. Wir haben für Sie Erfahrungen aus der Praxis zusammengetragen.

Klauengesundheit: Verbesserung über die Zucht ist möglich

Juni 2019

Probleme mit der Klauengesundheit (Lahmheit bei Kühen) gehören zu den größten Ärgernissen von Milchviehhaltern. Die Kosten durch Leistungsrückgang, zusätzliche Arbeit, Tierarztbehandlungen, Abgänge und eine schlechtere Fruchtbarkeit summieren sich schnell. Über Management und Fütterung können viele Klauenerkrankungen vermieden bzw. ihr Verlauf abgemildert werden. Aber auch die Zucht bietet heute immer mehr Möglichkeiten. Nach Skandinavien und den Niederlanden haben kürzlich auch Kanada und Deutschland offizielle Zuchtwerte für Klauengesundheit eingeführt.

Extremwetter auf dem Vormarsch: Wie man die Auswirkungen von Hitzestress lindern kann

Juni 2019

Bald sind wir wieder der erdrückenden Sommerhitze ausgesetzt, die sich nachteilig auf das Produktionsniveau hochleistender Milchkühe auswirken kann. Wir befassen uns in diesem Beitrag mit einigen Managementmaßnahmen, die helfen können, die Auswirkungen und den Stress zu lindern, den das Extremwetter in diesem Sommer bei Ihren Kühen verursachen wird.

Melkroboter und Vererberauswahl: „Roboterkühe“ züchten

Mai 2019

Für den Prognosezeitraum von 2017 bis 2023 rechnet man auf dem Markt für automatische Melksysteme (AMS) mit einem jährlichen Wachstum von 9,78%. Ja: Wir können künftig im Milchviehsektor viele weitere Roboterbetriebe erwarten! Vom Umbau des Stalls, um Roboter unterzubringen, bis hin zum Lernen, wie man die Vielzahl von Informationen entschlüsselt: Die Umstellung auf ein AMS bringt jede Menge Veränderungen mit sich. Eine dieser Veränderungen ist die Vorgehensweise des Züchters bei der Vererberauswahl. Wir erörtern hier züchterische Fragen in der Roboterwelt.

LPI und Pro$: Das Innenleben von Kanadas Gesamtzuchtwerte

Mai 2019

Kanada hat zwei wichtige Gesamtzuchtwerte. Der Lifetime Performance Index (LPI) war jahrzehntelang die anerkannte Maßzahl für kanadische Genetik, während der Pro$ im August 2015 als ein alternatives Rangierungsinstrument eingeführt wurde. Der Pro$ zielt auf die Anforderungen der Produzenten ab, die ihr Einkommen im Wesentlichen durch den Verkauf von Milch erzielen, während der LPI sich eher für die Betriebe eignet, die Genetik vermarkten möchten, denn hier verleihen das Exterieur und das Erscheinungsbild dem Tier einen zusätzlichen Wert.

Beef-on-Dairy: Verschiedene Fleischrassen haben eigene Selektionsprogramme

April 2019

Im Februar-Heft von HI (S. 10) haben wir über das Phänomen Beef-on-Dairy berichtet, das Kreuzen von Milchkühen mit Fleischbullen. Als Folge des intensiven Einsatzes von gesextem Sperma wird diese Methode in vielen Holsteinnationen zunehmend praktiziert. Im vorliegenden Artikel möchten wir Ihnen einige Selektionsprogramme vorstellen, mit deren Hilfe die am besten geeigneten Fleischbullen für diesen Zweck ausgewählt werden können. Außerdem finden Sie eine Übersicht von Bullen verschiedener Fleischrassen, die von den Zuchtorganisationen für den Einsatz bei Milchkühen empfohlen werden. Denn auch bei Beef-on-Dairy gilt unbedingt: Nehmen Sie nicht irgendeinen Bullen! Auch hier erzielt man mit besseren Bullen auch deutlich bessere Ergebnisse.

Management: Natürliche Wege der Krankheitsvorbeugung

April 2019

Antibiotika-Resistenzen und die Reduzierung der Menge der eingesetzten Antibiotika bei der Tierproduktion: Das sind Themen, mit denen alle Tierproduzenten im vergangenen Jahrzehnt immer und immer wieder konfrontiert wurden. Aus genetischer Sicht hat die Selektion auf Gesundheitsmerkmale den Abwärtstrend bei der Gesundheit der Milchkuh bekanntlich gestoppt, und heute erleben wir eine allgemeine Verbesserung der Krankheitsresistenz … aber welche Managementoptionen gibt es als Alternativen zum Antibiotika-Einsatz?

Mastitis – Das neue Schwergewicht unter den Gesundheitsmerkmalen

März 2019

Theoretisch könnte ein Zuchtwert Zellzahl, so wie er in den meisten Ländern rund um den Erdball routinemäßig gerechnet wird, auch in Zukunft weiterhin als Schätzmaß für die genetische Veranlagung für Eutererkrankungen dienen. In Ländern, in denen Mastitiszuchtwerte gerechnet werden, geht man von Korrelationen zwischen 0.6 bis fast 0.9 zur Zellzahl aus. Das ist sehr hoch. Trotzdem werden in immer mehr Gesamtzuchtwerte direkte Zuchtwerte für Mastitis integriert. Hier erklären wir, warum das so ist und wie sich Mastitis-Zuchtwerte zusammensetzen.

„Beef on Dairy“: Einsatz von Fleischbullen bei Milchkühen im Aufwind

Februar 2019

In HI erscheint eigentlich nie ein Artikel über Fleischrassen. Doch jetzt besteht Anlass dazu, denn der Einsatz von Fleischbullen bei Holsteinkühen steigt stetig. In den meisten Holsteinländern ist der Anteil von so genannten Gebrauchskreuzungen in den letzten Jahren enorm gestiegen und liegt teilweise schon bei fast 50 %. HI sprach mit Experten über das Phänomen „Beef on Dairy“. Welche Rassen werden dabei eingesetzt? Und worauf wird bei der Bullenselektion geachtet?

Wellnessmerkmale: Aufbau einer gesünderen Herde

Februar 2019

Die Nutzung von Genomics bei offiziellen Zuchtwertschätzungen hat die Milchviehzucht in den letzten zehn Jahren verändert. Heute nutzt man Genomics, um Züchtern neue Möglichkeiten bei der Selektion auf gesündere Tiere zu eröffnen: die Wellnessmerkmale.

Holsteins sollen nicht zu groß werden

Januar 2019

Große, imposant aussehende Kühe zu züchten, war für manch einen Züchter über die Jahre hinweg das Ziel. Heute wandelt sich diese Ansicht allmählich, und viele Züchter glauben, dass die Holsteinkuh bereits groß genug ist. Die Selektion auf mehr Größe scheint jedoch auf unterschiedlichen Ebenen in unsere Zuchtsysteme integriert zu sein. Wie können wir das Größenwachstum unserer Kühe verlangsamen?

TPI und Net Merit: Wissen Sie genau, was diese beinhalten?

Januar 2019

Mit der führenden Rolle, die amerikansiche Holsteingenetik international hat, wird der TPI weithin beachtet und ist zu einer gängigen Sprache geworden, die in vielen verschiedenen Ländern rund um die Welt verstanden wird. Aber wissen Sie genau, welche Merkmale im TPI enthalten sind? Hier können Sie auf 2 Seiten lernen, welche wertvollen Merkmale enthalten sind!

Lepoint: „Genomics überschätzen die populären Familien. Das muss sich ändern.“

Dezember 2018

In Frankreich gibt es zwei große Zuchtorganisationen, Evolution und Gènes Diffusion. Bei letztgenanntem Unternehmen ist Frédéric Lepoint seit 28 Jahren angestellt und außer als zuchttechnischer Leiter auch als eine Art „Botschafter“ tätig. HI sprach mit Lepoint über die Entwicklung von Gènes Diffusion, Partnerschaften und die Möglichkeiten, die genomische Zuchtwerte bieten. Lepoint bezeichnet sich selbst als Genomics-Befürworter, übt aber durchaus Kritik am System. Es muss sich etwas ändern, meint dieser Insider.

Kuhkomfort: Welches sind die wichtigsten Optionen in Sachen Einstreumaterial?

Dezember 2018

Mehr Kuhkomfort wird häufig als ein wichtiger Beitrag zum Erreichen einer höheren Milchleistung genannt. Ein besser gestalteter Stall, ein besserer Luftdurchsatz und eine bessere Belüftung, ein einfacherer Zugang zum Futtertisch und geräumigere Liegeboxen sind Faktoren, die dazu beitragen, dass ein Betrieb erfolgreicher ist. Diesen Monat erörtern wir verschiedene Möglichkeiten mit Blick auf einen weiteren Faktor, der zum Kuhkomfort beiträgt: Einstreumaterial.

Bullenfruchtbarkeit - intensiv genutztes Merkmal bei der Bullenauswahl

November 2018

Dass Rinder und Kühe rechtzeitig tragend werden, ist wesentlich für die Ökonomie von Milchviehbetrieben. Aus diesem Grund erfreut sich die Fruchtbarkeit in den letzten Jahren zunehmender Aufmerksamkeit in den Zuchtprogrammen. Zuchtwerte für Töchterfruchtbarkeit sind bei der Bullenauswahl mittlerweile unverzichtbar. Aber auch die Bullenfruchtbarkeit – wie gering ihr Beitrag zum Gesamtspektrum auch sein mag – wird von vielen Viehhaltern kritisch betrachtet. Diese Zahl kann sogar über die Karriere eines Bullen entscheiden.

Arnout Dekker über die positiven Effekte von OmniGen-AF

Oktober 2018

„Bei Stress leidet die Widerstandskraft von Kühen und die Gefahr von Infektionen nimmt zu. Und Stressmomente gibt es natürlich viele; Kühe sind wie Autisten – mit Veränderungen können sie schlecht umgehen.“ Das Wort hat Arnout Dekker, der viele Jahre als Tierarzt praktizierte und aktuell für Phibro tätig ist, den Hersteller von OmniGen. Dieses Mittel unterstützt erwiesenermaßen das Immunsystem von unter anderem Milchkühen und erhält ihre Widerstandskraft aufrecht. Die Folge sind weniger Erkrankungen und ein geringerer Einsatz von Antibiotika.

Zehn Jahre Revolution: Paul VanRaden äußert sich zur Entwicklung der Genomics

August 2018

Seit der Einführung der genomischen Selektion sind fast zehn Jahre vergangen. Während dieser Zeit haben Genomics sich zur größten Revolution entwickelt, die die Rinderzucht je erlebt hat. Weil wir mehr über bestimmte Entwicklungen erfahren wollten, die sich im Verlauf dieser knapp zehn Jahre im Bereich der genomischen Selektion ergeben haben, wandten wir uns an Dr. Paul VanRaden, der in den USA beim „Animal Genomics and Improvement Laboratory“ als Genetiker tätig ist.

Wachsende Nachfrage nach Besamungszubehör

August 2018

Inzwischen ist es auf vielen Betrieben gängige Praxis, Spermaportionen in einem Stickstoffbehälter zu lagern und seine Tiere als Eigenbestandsbesamer zu besamen, anstatt die Dienste eines Besamungstechnikers in Anspruch zu nehmen. In diesem Monat verschaffen wir Ihnen einen Überblick über das dazu benötigte Besamungszubehörs.

Pieter Karst Bouma: Mit Melkrobotern und Zusatzinformationen alles aus den Kühen herausholen

Juli 2018

Eine Tagesleistung von 40 kg/Kuh – dieses Ziel möchte Pieter Karst Bouma in den nächsten zwei Jahren erreichen. „Nach dem Anheben des Daches unseres alten Stalles ist das durchaus realistisch“, sagt der Viehhalter aus der niederländischen Provinz Friesland. Bouma kümmert sich sorgfältig um alle Aspekte seines Betriebs und versucht, das Maximum aus seiner Herde herauszuholen. Mithilfe von Informationen aus den Melkrobotern und der richtigen Berater.

Eutergesundheit: Wie bleibt die Zellzahl niedrig?

Juni 2018

Eine hohe Zellzahl bringt nicht nur Leistungseinbußen mit sich, sondern erhöht auch die Gefahr einer Euterentzündung, mit allen Problemen und Kosten, die dies hat. Um wirtschaftliche Schäden und Tierverluste zu vermeiden muss man die Zellzahl auf Betriebsebene senken und/oder gering halten. Leichter gesagt als getan. Welche Faktoren sind dabei wichtig? HI sprach mit einem unabhängigen Fachmann für Milcherzeugung und zwei Milchviehhaltern, die auf ihren Betrieben durchschnittlich 100.000 Zellen oder weniger haben.

proFitplus in Deutschland: „Das Programm für gesunde Kühe“

Juni 2018

„Das Programm für gesunde Kühe“ – so heißt es auf den Webseiten der RinderAllianz (RA) und der Rinderzucht Berlin Brandenburg (RBB) über das Programm proFitplus. Um mehr über die Hintergründe, die Erfahrungen und die Ergebnisse dieses einzigartigen Projekts zu erfahren, sprach HI mit Jan Körte, Teamleiter Zucht bei RA. In seinem Arbeitsgebiet Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten von Deutschland werden schon seit 2005 standardisierte Praxisdaten tausender Kühe unter anderem zu Mastitis, Klauengesundheit und Geburten gesammelt. Daraus wurden vor drei Jahren Zuchtwerte ermittelt, die die Praxis sehr zu schätzen weiß.

Erhebliche Effizienzsteigerung durch intelligente Managementunterstützung. Topbetriebe auf dem Weg zu 1 Mio. kg Milch pro Roboter

Mai 2018

Die durchschnittliche Tagesleistung pro Roboter aller Lely-Melkroboter weltweit beträgt 1.628 kg, während der beste Betrieb sogar mehr als 3.000 kg erreicht! „Die Roboter sind überall gleich, der Unterschied liegt im Management“, behaupten die Lely-Mitarbeiter Frank van der Staak und Rutger van de Streek. Sie erzählen uns mehr über interessante Daten und die Entwicklungen im Bereich automatischer Melksysteme. Vor allem aber über den wachsenden Strom an Informationen, die die verschiedenen Sensoren liefern, um die Viehhalter beim Management zu unterstützen. Sie erklären, wie Ziele formuliert werden und wie man mit der richtigen Anwendung moderner Technologie versucht, sie zu realisieren.

Klauengesundheit: Ein Merkmal mit großer wirtschaftlicher Bedeutung

Mai 2018

Im August 2011 wurde der in Dänemark, Schweden und Finnland genutzte „Nordic Total Merit (NTM)“ der weltweit erste Gesamtzuchtwert, in den man das Merkmal Klauengesundheit einbezogen hat. „Jetzt können die Landwirte die Resultate anhand der längeren Lebensdauer und der geringeren Anzahl von Lahmheiten selbst sehen“, sagt Lars Nielsen von VikingGenetics. „Klauengesundheit hat eine Korrelation von 0,40 mit Langlebigkeit, während Fundamente lediglich eine Korrelation von 0,15/0,20 mit Langlebigkeit haben. Unser bester Bulle für Klauengesundheit reduziert die Anzahl der Lahmheiten um 50%.“

Trockenstehermanagement: Wichtige Wochen für eine langlebige Herde

Februar 2018

Soll man eine Kuh schon trockenstellen oder noch nicht, sollen die Tiere in einer oder in zwei Gruppen gehalten werden, reichen sechs Wochen oder sollten es vielleicht doch lieber acht Wochen sein? Die Fachwelt hat unterschiedliche Auffassungen vom idealen Trockenstellen. Worin sich aber alle Experten einig sind, ist, dass Milchkühe ohne richtiges Trockenstellen nicht alt werden. HI sprach mit Boclair Holsteins in Schottland, Maatschap van Dijk-de Bruin in den Niederlanden und Hendel Farms in den USA. Drei Ställe, die mit ihren hochproduktiven, langlebigen Herden bewiesen haben, dass ihr Trockenstehermanagement funktioniert.

Stalleinrichtung fördert Milchleistung

Dezember 2017

Ob Sie nun planen, Ihren bestehenden Stall zu verbessern oder einen neuen zu bauen: Die Integration von Technik, welche die Milchleistung fördert, dürfte wohl eine vorteilhafte Zielsetzung sein. Sehen wir uns mal einige Möglichkeiten etwas genauer an.

Management- Schlüsselfaktoren auf Pine Tree Dairy

September 2017

Der Name Pine Tree steht für die Rudolph Missy-Familie. Bullen wie etwa Supersire, Mogul und Balisto – die dominantesten Bullen im genomischen Zeitalter – sind alle aus der Missy-Familie hervorgegangen, die auf Pine Tree entwickelt wurde. Aber in dieser HI-Ausgabe konzentrieren wir uns nicht auf die Rudy Missy-Familie, sondern auf die Managementmethoden auf diesem weltbekannten Betrieb in Ohio.

Kälberaufzucht: Setzt man auf das Biestmilch-Management, verschafft das Kälbern einen guten Start

August 2017

Wenn Sie an einem dieser arbeitsreichen Vormittage darüber klagen, dass Sie so viele Kälber füttern müssen, denken Sie einfach mal kurz an Ty Fullmer und sein Team von der Fullmer Cattle Company in Kansas, denn dort werden jährlich 35.000 Kälber aufgezogen! Wir haben uns mit Ty unterhalten, weil wir wissen wollten, worauf es ankommt, um in der Kälberaufzucht Erfolg zu haben.

TransitionRight: Gesündere Kühe züchten

August 2017

Weil in den vergangenen 15 Jahren schwerpunktmäßig auf Fitnessmerkmale selektiert wurde, konnte man der Minderung des genetischen Wertes für Gesundheit bei der Milchkuh und damit einem unerwünschten Nebeneffekt der jahrelangen intensiven Selektion auf Leistung Einhalt gebieten. Bei der Zucht auf eine gesündere Kuh wurden zwar nur langsam Fortschritte erzielt, aber heute gibt es mehrere firmeneigene Indizes, welche die Selektion auf eine verbesserte Gesundheit ermöglichen. An dieser Stelle lenken wir Ihre Aufmerksamkeit auf das TransitionRight-Programm von ABS.

Top-Management für Nutzungsdauer: So bekamen Rosy-Lane, Big und Summitholm eine Rekordzahl von Kühen mit 100.000 kg

August 2017

Vor kurzem berichtete Holstein International über das Top-Management auf drei Betrieben, die eine Rekordzahl von Kühen mit 100.000 kg Milch haben (HI 06/2017: Sandisfarne, Kellercrest und Iden). Aber es gibt noch mehr bemerkenswerte Betriebe mit eindrucksvollen Rekorden! Hier möchten wir Ihnen drei Züchter vorstellen, die rekordverdächtig viele Kühe mit hohen Lebensleistungen haben: Rosy-Lane in Wisconsin, Big in den Niederlanden und Summitholm in Kanada. Lesen Sie, wie diese imposanten Leistungen erreicht werden konnten!

Strichlänge: Ein Problem für Züchter in aller Welt?

Juli 2017

Es ist erstaunlich, wie die Zucht und die Selektion auf bestimmte Merkmale eine Rasse verändern können. In der Holsteinzucht haben wir im Laufe der Jahrzehnte Veränderungen in Sachen Größe, Fruchtbarkeit und Milchleistung erlebt – um nur einige zu nennen. Strichlänge ist ein Merkmal, das den Milchproduzenten seit einigen Jahren zunehmend Kopfschmerzen bereitet: Die Striche wurden zu kurz. Befassen wir uns doch mal mit der aktuellen Situation in Bezug auf dieses Merkmal.

Eutergesundheit: Ein entscheidender Faktor für die Realisierung eines hohen Leistungsniveaus

Juni 2017

Die Kombination von guter Genetik und guter Fütterung sollte in einer hochleistenden Herde resultieren. Genauso wichtig ist es aber, auf all die Kleinigkeiten zu achten, die erforderlich sind, um die richtige Umgebung für gesunde, zufriedene Kühe zu schaffen. In diesem Monat beschäftigen wir uns im Rahmen unserer Management-Serie mit dem Thema Eutergesundheit.

Ist die Zucht auf Fruchtbarkeit angesichts der geringen Erblichkeit sinnvoll?

März 2017

Kann Fruchtbarkeit züchterisch verbessert werden? Oder ist es nur eine Frage des Managements? Wir untersuchen hier, welchen Einfluss Sie durch die Selektion auf Fruchtbarkeit nehmen können.

Langlebiges Sperma: Eine Revolution in der Sperma-Technologie

Januar 2017

Wussten Sie schon, dass SpermVital für 20% des in Norwegen verkauften Spermas steht? Dabei handelt es sich um eine Technologie, mit deren Hilfe die Überlebensfähigkeit von Spermien in der Gebärmutter von den üblichen 24 auf 48 Stunden nach der Besamung verlängert wird. Das erleichtert das Timing der Besamung, sodass der Landwirt sich auch mal einen Sonntag oder einen Urlaubstag frei nehmen oder das Produkt bei Problemkühen nutzen kann, bei denen sich keine deutlichen Brunstanzeichen erkennen lassen. Lesen Sie hier die Einzelheiten.

Brunsterkennung oder „Big brother is watching“

Dezember 2016

Brunsterkennung ist ein wichtiger Bestandteil des Fruchtbarkeitsmanagements. Früher erfolgte sie in der Regel durch visuelle Beobachtung. Dabei wurden die Kühe teilweise am Schwanzansatz mit Farbe markiert. In den letzten zehn Jahren wurde die Technik immer mehr verfeinert; einige bekannte Entwicklungsfirmen sind Afikim, Dairymaster, Nedap, SCR und Agis. Ihre Produkte werden auch von verschiedenen Melkanlagenherstellern genutzt. Interessant ist der Trend, dass einige Zuchtorganisationen ihren Kunden Brunsterkennungssysteme zur Unterstützung der Fruchtbarkeitsergebnisse anbieten.